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Die Fortbildung: 30 JAHRE DEUTSCHE EINHEIT - SOZIALISTISCHE PLANWIRTSCHAFT UND IHRE TRANSFORMATION
vom 10.10.2019 im Zentrum für LehrerInnenbildung der Universität zu Köln war ein voller Erfolg!

Die Fortbildung, die im Rahmen des Schulnetzwerk im Zentrum für LehrerInnenbildung der Universität zu Köln veranstaltet wurde, folgte einer neuen Idee. In einem Pilotprojekt sollten erstmals drei unterschiedliche Gruppen in einer Fortbildung zusammengebracht werden: Lehramtsstudierende der Universität zu Köln (Praxissemesterstudierende des ZfL Köln), LehramtsanwärterInnen des Zentrums für schulpraktische Lehrerausbildung Köln (ZfsL Köln) und GeschichtslehrerInnen von Kölner Schulen. Dieses Pilotprojekt wurde unterstützt von der Bundesstiftung Aufarbeitung der SED-Diktatur. Zum Einsatz kamen Unterrichtsmaterialien, die von dem Kölner Bildungsverlag MIC gGmbH eigens für die Bundesstiftung Aufarbeitung hergestellt worden sind.

 

Das Ziel der Fortbildung bestand darin, gemeinsam mit den drei Teilnehmergruppen an dem Thema zu arbeiten, und das mit einer jeweils anderen Perspektive auf die Inhalte und deren Vermittlung in der Schule. So erarbeiteten sechs gemischte Gruppen mit Hilfe der bereitgestellten, umfangreichen Materialien didaktisch-methodische Wege, die wirtschaftliche Transformation der ehemals sozialistischen Planwirtschaft der DDR in die Marktwirtschaft der Bundesrepublik für die heutigen Schülerinnen und Schüler im Geschichts- und Politikunterricht aufzubereiten. Zunächst führte der Dozent der Fortbildung, Dr. Frank Schweppenstette, mit einem Impulsvortrag in die historische Thematik und in mögliche didaktische Fragestellungen ein. Danach erstellten die sechs Gruppen in einer sehr intensiven Arbeitsphase Möglichkeiten, dieses wichtige zeitgeschichtliche Thema in den Geschichts- und Politik- bzw. Sowi-Unterricht zu integrieren.

 

Nach der Vorstellung der interessanten und vielfältigen Ergebnisse wurden im Plenum die Schwierigkeiten, aber auch die Chancen einer Behandlung dieses Aspektes der Deutschen Einheit im Schulunterricht eingehend erörtert. Gerade dieser Austausch erwies sich als ganz besonders ergiebig, da die drei Teilnehmergruppen auch unterschiedliche Perspektiven auf das Thema einzubringen vermochten. Die Ergebnisse der Arbeitsgruppen wurden den Teilnehmenden anschließend als Fotoprotokoll zur Verfügung gestellt. So entstanden am Ende konkrete Unterrichtssequenzen, die im Geschichts- und im Politikunterricht sofort eingesetzt werden können. 

 

Allen Beteiligten sei an dieser Stelle noch einmal herzlich gedankt, vor allem Frau Lisa Lemke vom ZfL Köln, Frau Jutta Felten vom MIC Verlag, der Bundesstiftung Aufarbeitung in Berlin und schließlich den Teilnehmerinnen und Teilnehmern dieser erfolgreichen Fortbildung.

 

 

 

Dr. Frank Schweppenstette

 



Landesverband nordrhein-westfälischer Geschichtslehrer e.V.

"In den letzten Monaten bewegte uns vor allem ein Thema: der Kampf um die „achte“ Stunde Geschichtsunterricht in der Sek. I des Gymnasiums. Wir sind stolz darauf, dass die vielen Gespräche mit Vertretern des Ministeriums für Schule und Bildung, Verbänden, Hochschulvertretern etc. zum Erfolg geführt haben. Wir als Verband konnten der Politik deutlich machen, welche hohe gesellschaftliche Verantwortung die Geschichtslehrerinnen und Geschichtslehrer haben. Nur durch die Bildung eines reflektierten Geschichtsbewusstseins auf der Basis eines sicheren historischen Grundwissens werden unsere Schülerinnen und Schüler befähigt, an der demokratischen Gesellschaft teilzuhaben."

(September 2019)


Der von der Bundesstiftung Aufarbeitung und dem Ostbeauftragten ausgelobten Wettbewerb schickt Jugendliche in ganz Deutschland auf die Spurensuche nach Geschichten des Umbruchs seit 1989/90. Die Ergebnisse können bis zum 1. März 2020 eingesendet werden. Auf die Gewinner warten 30 Preise im Wert von je 500 bis 3.000 Euro. Mehr Informationen zum Wettbewerb unter: www.umbruchszeiten.de



Die DDR – ja und?

Einsatz des Projekts im Unterricht

 

Statements von 15 bis 16-jährigen Schülerinnen und Schülern:

 

1.     „Vier einzelne Gruppen erarbeiten je ein Thema und gestalten ein Poster. Daraus wurde ein Riesenteil. Einfach klasse.“

 

2.     „Es gab viele tolle Bilder, Diagramme und Informationen, die ich nicht kannte.“

 

3.     „Mir gefallen besonders gut die unterschiedlichen Fotos und Quellen.“

 

4.     „Das Material zum Ausschneiden für die Poster war eine super-Hilfe und sieht prima aus.“

 

5.     „Die Präsentation der Themen durch die jeweiligen Gruppen mit den anschließenden Diskussionen war sehr spannend.“

 

6.     „Das Projekt beinhaltet echt interessante Themen und bietet vielfältige Aufgaben.“

 

7.     „Das Endergebnis mit dem Riesenposter ist genial. Es hängt bei uns im Schulflur.“


Der Einsatz aus der Praxis im Unterricht:

"Die Projektmappe habe ich im Geschichtsunterricht der neunten Klasse eingesetzt. Die Schülerinnen und Schüler konnten eigenständig mit jeweils eigenem Akzent und eigenem Schwerpunkt ihre Präsentation erarbeiten und lobten in der Auswertung das vielseitige, handlungsorientierte und anschauliche Material der Projektmappe. So konnten sich die SuS – kurz vor ihrer "Berlinfahrt" – einen umfassenden Überblick über die DDR-Geschichte verschaffen und sich mit ihr auseinandersetzen. Die Materialien begünstigen einen individuellen Zugriff auf vier wesentliche Fragestellungen und werden einem modernen Geschichtsunterricht voll gerecht."

Oliver Claussen, Köln

Die Beurteilungen von kölner Schülerinnen und Schülern zur Arbeit mit der vorliegenden Mappe „Die DDR - ja und?“

"Sehr gut hat mir die Abwechslung zwischen Zeugenaussagen und Informationstexten gefallen."

"Toll: Die vier Ergebnisplakate pro Thema ergeben ein Riesenplakat."

"Es gibt sehr viele informative Bilder und Diagramme."

"Super-Themenwahl."

"Klasse Zusammenstellung von Tabellen, Diagramme, Bilder und Quellen."

"Sehr interessant und vielfältig."

"Mir haben die Bilder zum Ausschneiden besonders gut gefallen."

"Die Themen haben eine tolle Struktur, viele Quellen und Bilder, die die Texte vereinfacht erklären."

 

Die Frage zum Abchluss an die Schülerinnen und Schüler: Welche Themen würdest Du Dir noch wünschen?

"Den Zusammenbruch der DDR."

"Für mich war alles komplett."

"Mich würde der Antisemithismus noch interessieren."

"Toll wäre etwas über die Vereinigung von der DDR und der BRD zu erfahren."

"Die Flucht und der Schwarzmarkt wären interessant."


Und so sieht das Projekt aus wenn es fertig ist!

 

Vielen Dank an die Klasse 9 des Apostelgymnasiums Köln für die Einsendung des Projektergebnisses!


Eine aktuelle Rezension von Holger Doetsch

Holger Doetsch ist Journalist, Buchautor, Dozent und seit 1998 mit einer Unterbrechung Mitarbeiter im Deutschen Bundestag (unter anderem beim früheren DDR-Bürgerrechtler und DDR-Minister für Abrüstung und Verteidigung, Rainer Eppelmann). Die DDR hat der Koblenzer 1979 mit 16 Jahren das erste Mal besucht. In der ersten und letzten frei gewählten DDR-Regierung war er u. a. mit Dr. Angela Merkel Pressesprecher (Ministerium für Jugend und Sport).

 

"Es ist ein trauriger Fakt, dass in nicht wenigen Fällen der Geschichtsunterricht an den Schulen 1945 endet. Junge Menschen dieseits und jenseits der im Zuge der friedlichen Revolution inzwischen eingerissenen Mauer wissen also wenig bis gar nichts über die DDR, was übrigens nicht neu ist. Dieses Nichtwissen gab es schon vor dem Mauerfall, und Nichtwissen führt bekanntlich zu ungerechten Urteilen. So war die DDR für viele Menschen in der Bundesrepublik Deutschland ein Unrechtsstaat. Punkt. Und in der DDR wurde staatsgelenkt das Märchen von der Bundesrepublik Deutschland als kapitalistischer USA-Vasall verbreitet. Punkt. Vorurteile und Unwissen damals wie heute. In dieser Gemengelage kommt die Projektmappe "Die DDR - ja und?" genau richtig. Sie belehrt nicht zeigefingerreckend, sondern sie zieht die Rezipienten in eine geschichtlich spannende Epoche hinein. Sie arbeitet nicht mit unnötigen Provokationen, zwingt keine Haltungen auf, sondern versetzt die Nutzerinnen und Nutzer in die Lage, sich eine eigene, gleichwohl fundierte Meinung zu bilden. Dies wird unter anderem dadurch erreicht, indem die Schülerinnen und Schüler in kleinen Gruppen Aspekte herausarbeiten, die sie für relevant erachten, und diese dann auf Plakaten, die "Die DDR - ja und?" mitliefert, präsentiert. Solch handlungsorientiertes Lehrmaterial fehlt seit langem schon, und es ist gut, dass diese Lücke nun endlich geschlossen ist.


Das aktuelle Paket

 

Das neue Projekt "Die DDR - ja und?" ist ab sofort lieferbar!t Gefördert von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED Diktatur und den beiden Autoren

Dr. phil. Frank Schweppenstette und Dr. Jens Hüttmann ist "Die DDR - ja und?" für den Einsatz im Geschichtsunterricht entstanden.

Das "Die DDR - ja und? -Paket" beinhaltet die Projektkiste sowie vier mal vier Sätze der verschiedenen Informationsbroschüren zu einem atraktiven Sonderpreis!



Kontakt

MIC gGmbH Agentur & Verlag

 

Maastrichter Str. 38A

50672 Köln

Mail: dieddr-jaund@mic-net.de

Fon:  0221 / 925 950 0